Trübe Gedanken
Autor(en): Jens
Mein Blick richtete sich auf das Feuer im Kamin.Flammen, Schreie, Tod...
Nichts außergewöhnliches für einen Heerführer, möchte man meinen. Doch diesmal war es anders. Diesmal wurden die Walis vertrieben.
Wer konnte auch ahnen, daß der Kassenwart Clanthons nichts mehr von gegenseitiger Unterstützung wissen wollte, die im Jahr zuvor noch zum Sieg über die Frysen geführt hatte. Lag es an der Abwesenheit des clanthonischen Heerführers, oder war es die walische Art, die ich so sehr bemühte zu erreichen und die vielleicht angeeckt war?
Pah´ wer konnte schon rechnen, das dieses Winzig-Reich anfängt, uns zu ärgern.
Warum Clanthon uns verriet, wurde offengelegt, als es sein Bündnis zu unseren Erzfeinden offenbarte!
Die Horde der Finsternis!
Da kam mir die Lichtflotte gerade gelegen, denn für das lächerliche Hissen einer weißen Flagge sollte man Unterstützung bekommen im Kampf gegen die Horde. Und im Kampf gegen die Horde kämpfen wir notfalls auch auf der Seite des Lichtes.
Mein Großvater hielt gar nichts von dieser Entwicklung. Nun in Ulfurstud "gestrandet" hatte er mir recht deutlich gemacht, was er davon hielt, daß ich, statt den Hof auf Huanaca zu übernehmen hier "Wali spielte"; und wie ich denn junge Männer und Frauen in den Krieg schicken könne? Und wie ich überhaupt jetzt hieß: "Grisgrim", ohne Zunamen,
kein Hinweis auf meine Familie...
Außerdem fand er es hier viel zu kalt...
Täglich trafen neue Nachrichten per Brieftaube oder magischer Übermittlung durch die hedischen Ghodis ein. Vampire waren aufgetaucht und hatten an der Seite Clanthons die Blumenküste angegriffen. Im Kampf gegen diese dunklen Wesen kämpfen wir tapfer Seite an Seite mit unseren Nachbarn aus Tir Thuatha. Die Übermacht der Feinde (Horde, Vampirwesen und Clanthonier) war sogar für die BKW zuviel. Die Blumenküste musste aufgegeben werden...
Rückzug
Flammen, Schreie, Tod...
Ein tiefer Schluck Yakhmilch ließ mich ermatten und die schrecklichen Gedanken verdrängen...