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Brief an Moira Tierfell

Autor(en): Ygor

Gruß Euch Moira, Stadthalterin Ulfurstuds, Trägerin eines toten Tieres.
Und nun wohl stolze Besitzerin des ersten Zahns.


Genug des adeligen Blablas... bleiben wir doch einfach
ohne Umschweife bei den Worten, die wir beide uns
am besten merken können: "Moira Tierfell"

Das merkt man sich!

Und ich hoffe, Ihr habt Euch den letzten Schluck Dysth gemerkt, den ich Euch auf dem Thing reichte, nachdem
Jedder, der alte Plankenwurm, Eure Leber mit dem frysischen Blauwasser besudelte.
Fürwahr, Ihr müsst gelitten haben an diesem denkwürdigen Abend. Aber warum soll es Euch besser ergehen als den anderen Gästen, die ihre Becher und Hörner weit in die Runde kreisen ließen, um jeglichen Tropfen fremdländischen Gesöffs aufzufangen.

Nun, da Ihr vom geheiligten Dysth kosten durftet, wurde Euch ein Teil des Mysteriums des Waldgottes offenbart. Ihr durftet sein Blut schmecken. Und es wird fortan in Eurem Körper kreisen. Ihr habt nun die Gabe erlangt, für gewisse Dinge ein gewisses Gespür zu entwickeln. Sagen wir mal: Der Saft des Yllmar\'yons hat Euch sensibler gemacht. Ihr könnt nun Teile der Natur - nicht das »Grüne« da draußen - sondern die Natur in all ihrer gewaltigen Schönheit und Grausamkeit wahrnehmen, und zwar in einer Art, von der Ihr zuvor nicht einmal zu träumen wagtet.

Öffnet Euer Fenster, wenn ihr dies hier lest.
Lauscht hinaus... Und laßt Euch ein auf die Klänge, die da vorher nicht zu hören waren. Es wird gewiß ein wenig Zeit brauchen, bis ihr den richtigen Moment abpaßt - und dann irgendwann werdet Ihr spüren: »ES ist grün und hat Klang!"

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