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Es grünt so grün,...

Autor(en): Moira Wolfsfell

[Diese Geschichte bezieht sich direkt auf den Brief Ygors an Moira, den Ihr ebenso im Geschichten-Teil dieser Seite finden könnt.]

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"Seltsam."
Ich betrachtete diesen eigenartigen Brief des noch eigenartigeren Waldmenschens, der sich selbst Ygor nannte. "Es ist grün und hat Klang!" las ich laut und mußte grinsen. "Ein Frosch?" unkte ich und erfreute mich an diesem kleinen Rätsel.


Trockenes Holz nährte knisternd und qualmend die Glut, die von der Feuerstelle meines Hyrds aus den Raum wärmte und in ein goldenes Licht hüllte. Draußen war es bereits dunkel, und die letzten Vögel verstummten unter der einbrechenden Nacht. Ich saß auf meiner Schlafstatt, den Körper in ein wärmendes Fell eingewickelt, und hielt die Botschaft des Yllmar\'yons in meinen Händen.

Wie betrunken war ich auf dem Winter-Wali-Thing gewesen, als ich dieses Dysth heruntergestürzt hatte. Nun, in dem einen Punkt hat dieser Ygor ja Recht: Das Zeug kreiste seit jenem Tage in meinem Körper, doch nicht so, wie er es beschrieb! Als ich vom Thing nach einer langen und beschwerlichen Reise nach Ulfurstud zurückkehrte, ging ich geradewegs zum Quacksalber Devereux, der sich erneut um meine Wunden kümmern wollte, die ich mir bei dem Brand der Hedensaftbrauerei zugezogen hatte. Doch die Brandwunden interessierten mich nicht einen Deut: Ich schilderte ihm stattdessen meine neuen Beschwerden: "Ein Gefühl, als wenn ein ganzer Bienenschwarm in meinem Bauche brummen würde!" ärgerte ich mich. Zudem wurde mir schwindelig, sobald ich des Morgens mein Hyrdslytt verließ! Doch das war noch längst nicht alles, erzählte ich dem immer interessierter schauenden Devereux: "Zunehmend vernehme ich einen hohen Ton, der in meinen Kopf sticht und eine in mir nie gekannte Stimmung erweckt!" - "Eine Stimmung, was?" Devereux blickte mir daraufhin zweifelnd in die Augen, brummte etwas Unverständliches und begann kopfschüttelnd, meine Brandwunden zu behandeln.

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