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Lost in Spheres
Autor(en): Moira Wolfsfell, Grisgrim
Als ich am Höfdhingrádhyrd ankam, hörte ich schon von der Straße aus heftige Diskussionen. Allen voran vernahm ich Grisgrims grollende Stimme, die wie eine Axt durch das Gebäude schnitt. "Wir müssen die Ordnung waren!" oder "RUHE!" waren die am häufigsten genannten Worte.
Nach einigen Hunren und mehreren Jarkahnen kam ich in dem Raum an, in dem sich der Höfdhingrád versammelt hatte. Die Menn und Kunnyren schienen sichtlich verbittert, als ihnen klar wurde, daß sie in dieser Studur nur noch wenig zu sagen hatten. Um ihren Ärger noch zu versüßen, stolzierte ich hocherhobener Nase - und, das versteht sich von selbst, ohne anzuklopfen - in den Raum.
Die Reden verstummten, und die entsetzten Blicke trafen mich.
"Yrr kvedret, meine Lieben!" rief ich munter, mit einem Hauch von wahrhaftiger Ekelhaftfigkeit. "Möchtet ihr der Studlydyr nicht die Ehre
er- und ihr einen Sitz
zuweisen?" Ich wußte: Mit Wortspielen würde ich sie kriegen. Dachte ich. Nur ihre Augen sprachen eine andere Sprache.
Grisgrim ward rot vor Ärger, doch er sagte nichts.
"Die Lage scheint sich geändert zu haben. Wie ihr wißt, liegt Ulfurstud nun nicht länger im Gebiet der Heden, geschweige denn in Waligoi!" Ich machte eine theatralische Pause. (Ein Theater! Ich werde in meiner Funktion als Studlydyr ein Theater bauen!) "Wie es scheint, hat der Höfdhingrád ausgedient!"
Betretenes Schweigen umgab mich. Oder war es die schiere Wut, welche die Höfdhinge zum Schweigen brachte? Es war mir egal.
"Grisgrim?"
Grisgrim schaute mich bitter an.
"Liebster Grisgrim. Da nun scheinbar ICH für diese Studur verantwortlich bin, möchte ich euch herzlichst bitten, die Schreibstube zu räumen, in der ihr euch in eurer Zeit als Werir ausgebreitet habt."
Ich erhob die Nase in schwindelerregende Höhen: "Und nun: Hinfort mit euch!"
Eine dezente Handbewegung unterstrich meinen Wunsch, dem widerwillig, zerknirscht und dennoch ohne Widersprüche nachgegeben wurde.
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