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Lost in Spheres
Autor(en): Moira Wolfsfell, Grisgrim
Ich ließ Grisgrim, dem nydde-myrn-Werir, drei Hunren Zeit, seine Räume zu verlassen. Dann lief ich einige verkehrte Flure entlang, nahm einige unlogisch gelegene Treppen und fand ihn schließlich in seiner üblichen Haltung vor: Das Gesicht in den Handflächen verborgen, saß er grübelnd am Schreibtisch.
"Moira", begann er ruhig und vorsichtig, "ihr wißt, daß das nicht gutgehen kann."
Vonwegen! Ich war sowas von überzeugt davon, daß ich die Studur besser leiten konnte als ein dahergelaufener Ranabarer ( vgl. Grisgrims Enzy ), daß ich ihm schon nach dem dritten Wort nicht mehr zuhörte. "Grisgrim", unterbrach ich dementsprechend seinen Redefluß, "Grisgrim, Grisgrim, Grisgrim. Ihr wißt, daß ich es kann. Wer hat denn dieses schöne Fleckchen Erde entdeckt? Wer hat denn die Hyrden aufgebaut, die Brauerei, das Höfdhingrádyrd? Und.." Grisgrim plapperte dazwischen: "Moira! Was denkt ihr euch?"
Ich haßte Geplapper. Und ich haßte es, unterbrochen zu werden. Das war schließlich meine Aufgabe!
"Und", fuhr ich demnach eisern fort, "ich denke, daß es an der Zeit ist, etwas zu verändern."
"Etwas verändern? Was denn?"
"Nun,... das ein oder andere." Ich hatte noch keinen Schimmer, was sich ändern sollte, doch das Wetter, die warme Luft und die brennende Sonne veranlaßten mich, von Höherem zu träumen.
Zweifelnd schaute er mich an. Seine Augen blitzten, und das verunsicherte mich.
"Wenn ihr meint, es besser zu können", brummte er nun, "dann versucht es. Ich werde euch nicht im Wege stehen."
Einen Moment kamen mir Zweifel. So schnell hatte der Werir noch nie aufgegeben. Doch war es wirklich eine Aufgabe, oder viel eher Erkenntnis, die aus seinen Worten sprach?
"Gut", beendete ich unser Gespräch. "Wir werden sehen."
"Das werden wir."
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