Seite: 1 · 2

Briefwechsel Jedder Van Dijk - Moira Wolfsfell

Autor(en): Moira Wolfsfell

Geehrte Moira Wolfsfell,

Ihr werdet mir verzeihen, daß ich derzeit zum verschiedentlich arg eingespannt bin und somit nicht allen meinen Geschäften die ihnen gebührende Aufmerksamkeit widmen kann.
Leider hat das plötzliche Verschwinden Ulfurstuds dazu geführt, daß ich
Handelsverträge nicht einhalten konnte, denn auch wenn ich die Stadt wohl zu erreichen mag, so muß ich doch beispielsweise um die Ausfuhr von Eisenerz aus dem Umland des ehemaligen Standortes der Stadt neu verhandeln, bzw. Alternativen finden.
Seid jedoch versichert, daß ich meine Pläne hinsichtlich Ulfurstud nicht
aufgegeben habe, sie haben sich allerhöchstens zeitlich etwas verschoben.
Meiner Ansicht nach sollten auch bereits Schiffe mit ersten Ladungen von
Mandeln zur Einbringung in mein Lagerhaus eingetroffen sein.

Zu einem anderen Thema wollte ich Euch noch befragen: Wie mir bekannt ist, wurde die Stadt durch wohl weitestgehend unbekannten Einfluß auf die Insel Sarqasirisith im Binnenmeer der Yddia versetzt. Verschiedene Bewohner der Yddia warnten mich bereits vor Jahren vor dem verhängnisvollen Einfluß, den diese Insel auf unedle Metalle hat, den Berichten zufolge sollen sich diese mit der Zeit zersetzen. Nun verfügen die meisten meiner Schiffe aufgrund ihrer Konstruktion in frysischer Tradition nicht über maßgeblich wichtige metallene Teile, dennoch wäre es für mich von Bedeutung zu erfahren, inwieweit diese Berichte wahrhaftig den Tatsachen entsprechen, da ich dann wohl bei im Bereiche des Sirenenmeers angekauften Schiffen entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen müßte. Für weitere Erleutung in dieser Sache wäre ich Euch höchst dankbar.

Mit hochachtungsvollem Gruße,
Jedder Van Dijk


(Anmerkung: Diese Nachricht wird von einem Windgeist überbracht. Der sieht aus, wie der "weiße Wirbelwind" aus der Werbung, also ein kleiner, ca. 40 cm hoher Minitornado, der auch schonmal etwas Unordnung in herumliegende Papierunterlagen bringen kann... :o) Hat er die Person, der das Schreiben ausgehändigt werden soll, gefunden, so tauchen an seinem oberen Ende, also da, wo der Wirbel breiter ist, zwei zwinkernde Glubschaugen auf und er entläßt ein versiegeltes Holzrohr aus seinem Inneren, in welchem sich das Schreiben befindet. Ist sein Auftrag ausgeführt, wird die Magie, die ihn sichtbar werden ließ aufgehoben und er ist als Geist für Sterbliche wieder unsicht- und unspürbar. Diese Windgeister sind von mäßiger Intelligenz und können sich immer nur einen Auftrag merken. Beispielsweise einen Brief "anliefern" :o) Ich halte sowas für wahrscheinlicher erfolgreich, als eine Brieftaube...:o)